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Sozialdemokratische Dialektik
![]() SPD-Chef Kurt Beck trinkt auf den demokratischen Sozialismus.
Beim SPD-Parteitag in Hamburg passte einiges nicht zusammen: Im Grundsatzprogramm beruft man sich auf die "marxistische Analyse" und fordert die Überwindung der "männlichen Gesellschaft". Besonders ambivalent verhielten sich die Genossen jedoch beim Umgang mit der Mobilität. Auf ihrem Parteitag in Hamburg hat sich die SPD vom eigenen Anspruch, Volkspartei der Mitte zu sein, auch programmatisch verabschiedet und die Flucht nach links angetreten. SPD-Chef Kurt Beck, der in seiner konfus gehaltenen Auftaktrede preisgegeben hatte, den Deutschlandtag der Jungen Union in Berlin im Fernsehen verfolgt zu haben, proklamierte in der Hansestadt bedeutungsschwanger den Begriff des „demokratischen Sozialismus". Neben einem Grundsatzprogramm, dass mit Ausnahme linker Floskeln substanziell nichts Neues zu bieten hat, beschlossen die Genossen, ein Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen einzuführen. Dass man die prominentesten Vertreter dieser Forderung später in der Presselounge eines bayerischen Automobilherstellers munter dinieren sah, darf getrost als Folge sozialdemokratischer Dialektik aufgefasst werden. [30.10.2007]
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