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Junge Union: Westerwelle übernimmt JU-Forderungen zur Bildungspolitik

Der Katalog enthält viele Punkte, die die Junge Union zum Teil schon seit Jahren einfordert. Dennoch bezeichnet die JU den Katalog Westerwelles als nicht ausreichend. In der Bildungs- und Hochschulpolitik sind nach Meinung der Jungen Union grundlegende Reformen notwendig. "Im Zeitalter der Globalisierung müssen Bildung und Ausbildung auch an ihrem Beitrag zur wirtschaftlichen Wertschöpfung gemessen und darauf ausgerichtet werden", sagte Robert Hauber, bildungspolitischer Sprecher im JU-Bundesvorstand. In ihrem hochschulpolitischen Papier hatte die Junge Union Deutschlands bereits im Januar 1998 ihre wichtigsten Forderungen zusammengefaßt und unter anderem gefordert:
  • Zur Verbesserung der Kompatibilität sind die Studiengänge in einzelne Module zu zerlegen, die wie Bausteine zu einem Studium zusammengelegt werden können.
  • Die Studiengänge sind auf Grund von Globalisierung und Europäisierung internationaler auszugestalten (etwa durch Partnerschaften mit ausländischen Unis, Einbau von Fremdsprachen in jeden Studiengang, stärkere Förderung von Auslandsaufenthalten etc.)
  • Zur Entflechtung der Hochschulen ist ein berufsqualifizierender Abschluß vor dem Diplom/Magisterexamen erforderlich.
In ihrer Kampagne von 1997, "Ausbildung schafft Zukunft", hatte die Junge Union unter anderem gefordert:
  • Die Stärkung des dreigliedrigen Schulsystems, weil mit diesem Schulsystem die unterschiedlichen Begabungen der Schüler besser gefördert werden können.
  • Die verpflichtende Durchführung von Berufspraktika, Berufsbildungsbörsen und Bewerbungstrainings in den letzten Schuljahren.
  • Die Stärkung der Fachhochschulen mit dem Ziel der Ausbildung für die berufliche Praxis.
  • Stärkere Kooperation von Forschung und Wirtschaft zu beiderseitigem Nutzen.
[16.07.1998]
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