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Junge Union: Danke, Stollmann!

Nur wenige formulieren die wirtschaftspolitischen Thesen der Union so auf den Punkt wie er. Er hält nichts von der Rentenversicherungspflicht für alle Erwerbstätigen, er bezeichnet es als "Blödsinn", daß Gutverdienende wie er weiterhin Kindergeld erhalten sollen, er spricht sich für radikale Reformen des Sozialsystems aus, das zukünftig nicht mehr über Arbeitseinkommen finanziert werden solle. Zudem fordert er ­mit herzlichen Grüssen an Lafontaine und Clement- den rascheren Abbau von Kohlesubventionen. Derweil verschlucken sich die Gewerkschaftsführer an Schröders "Neuer Mitte" und ärgern sich schwarz über Stollmann: Hubertus schmollt und Ursula spricht dem Ex-Unternehmer wirtschaftliche Sachkenntnis ab. Stollmann unterläuft klassisch das so sauber inszenierte Programm der SPD und die Acht-Millionen-Mark-Kampagne des DGB. Stollmann ist das trojanische Pferd im lahmenden Rennstall des Niedersachsen. Er erweist sich immer mehr als Zuchthengst der Union. Er wird den Stallgeruch der Christdemokraten nicht los. Wäre Stollmann im richtigen Lager geblieben, aus ihm hätte etwas werden können. Aber so ist leider nach dem 27. September Schluß mit dem Budenzauber ­ schade, Jost", sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Georg Fahrenschon.
[24.07.1998]
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