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PRESSE
Junge Union: fordert entschlosseneren Umbau der Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft
JU unterstützt Foderungen von Hewlett-Packard-Chef Menno Harms

Die Globalisierung jedoch reißt jetzt Zäune nieder. Auferstehende Drachen und hungrige Tiger fressen die Wärter und wildern in den Futtertrögen. Und plötzlich müssen alle sich wieder in der Wildnis zurecht finden", beschreibt Patrick Warnking, medienpolitischer Sprecher der JU Deutschlands, die derzeitige Situation Deutschlands im Umbau von der Industrie- zur Informationsgesellschaft. "Es hilft uns nichts, diese Entwicklung zu bedauern, denn wir können sie nicht aufhalten. Wir müssen uns in dieser neuen Situation so schnell wie möglich zurecht finden", betont Warnking. Deshalb fordert die JU Deutschlands ein radikales Trainingsprogramm für die Globalisierung. Viele Entwicklungen und politische Forderungen müssen im Zeitplan überarbeitet werden. Die JU fordert:
  • alle Schulen ans Netz bis zum Jahr 2000
  • Pflichtweiterbildung "Neue Medien" für alle Lehrkräfte an Schulen und Hochschulen
  • stärkere und schnellere Konzentration auf Fremdsprachen und Auslandsaufenthalte
  • Zollfreiheit für alle Geschäfte, die sich unter dem Begriff "elektronischer Handel" einordnen lassen
  • mehr Rahmengesetzgebungskompetenz in Medienfragen für den Bund
  • stärkere steuerliche Anerkennung von betrieblichen und privaten Investitionen in Hard- und Software.
"Die CDU/CSU muß noch vor der Sommerpause ein Zukunftspaket vorstellen. Daraus muß eindeutig hervorgehen, daß die Bundesregierung die Folgen der Globalisierung erkannt hat und sich ihren Herausforderungen stellt", fordert Warnking. Damit unterstützt die JU die Forderungen des Vorsitzenden der Geschäftsführung des Computer-Unternehmens Hewlett-Packard, Menno Harms. Harms hatte anläßlich der Computermesse "Cebit" gegenüber dem Hamburger Magazin STERN einen energischeren Umbau von der Industrie- zur Informationsgesellschaft gefordert. "Wir brauchen nicht nur Techno-Fieber in den Discos, wir brauchen es im ganzen Land", sagte Harms. "Die Deutschen sind zu vorsichtig. Technologie-Begeisterung ist hier gar nicht erwünscht. Auch viele Führungskräfte in Politik und Wirtschaft sind keine Vorbilder", kritisierte Harms. Den meisten, so der Chef von HP, sei Büttenpapier immer noch lieber als der Umgang mit dem Internet.
[20.03.1998]
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