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Junge Union: Einführung von kriminal- und suchtpräventiven Räten erforderlich!
Zur Bekämpfung von Jugendkriminalität und Drogenmißbrauch bei Jugendlichen fordert die Junge Union Deutschlands die Einführung von kriminal- und suchtpräventiven Räten in den Städten und Gemeinden.
"Es muß Ziel der Räte sein, örtliche Brennpunkte zu lokalisieren und den Jugendlichen durch ein entsprechendes Betätigungsangebot einen Weg abseits von Kriminalität und Alkoholmißbrauch zu ebnen", so Petersen. Daneben sollten die Räte Betroffene und Angehörige informieren, um so häufig zu findende "Kartelle des Schweigens" aufzubrechen. Die Räte könnten nach Auffassung der Jungen Union durch die von den Gemeinden eingenommene Spielautomatensteuer finanziert werden. Die Situation ist alarmierend: Die Anzahl der tatverdächtigen deutschen Jugendlichen stieg laut Polizeilicher Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes gegenüber 1996 um 5,6 Prozent. In 7,1 Prozent aller aufgeklärten Kriminalfälle in Deutschland wurde bei den Tatverdächtigen Alkoholeinfluß bei der Tatbegehung nachgewiesen. Auch hier stieg die Zahl gegenüber 1996 leicht an. Die Junge Union Deutschlands unterstützt mit ihrer Forderung entsprechende Initiativen von CDU-Organisationen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.
[26.06.1998]
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